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Bangladesch – Reiseziel zwischen Flusslandschaften, Geschichte und lebendiger Kultur

Hauptstadt: Dhaka

Bangladesch entdecken: Ein Reiseziel, das kaum jemand kennt

Bangladesch gehört zu jenen Reisezielen, die noch immer unter dem Radar der großen Touristenströme liegen – und genau das macht die Reise dorthin so besonders. Wer einen Urlaub abseits ausgetretener Pfade plant, findet hier ein Land von erstaunlicher Vielfalt: weite Flussdeltas, uralte Tempelanlagen, brodelnde Großstädte und eine Herzlichkeit der Menschen, die man so schnell nicht vergisst.

Lalbagh Fort, eine unvollendete Mogulfestung aus dem 17. Jahrhundert in Dhaka
Der weiße Bhubaneshwar-Shiva-Tempel und Häuser spiegeln sich in einem See nahe Puthia.
Bunte hölzerne Fischerboote liegen am goldenen Sandstrand von Cox’s Bazar.

Wetter in Bangla­desch

Bangladesch hat ein tropisches Monsunklima mit drei ausgeprägten Jahreszeiten. Die Trockenzeit von November bis Februar gilt als beste Reisezeit – die Temperaturen bleiben angenehm zwischen 15 und 25 Grad. Von März bis Mai wird es heiß und schwül, bevor der Monsun von Juni bis Oktober das Land mit heftigen Regenfällen überschwemmt. Der Golf von Bengalen prägt das Klima spürbar, die Wassertemperaturen liegen je nach Saison zwischen 22 und 30 Grad.

Infos über Bangla­desch

Statistiken / Länderinfos

Lage

Bangladesch liegt in Südasien und ist von drei Seiten nahezu vollständig von Indien umschlossen. Im Südosten grenzt das Land an Myanmar, im Süden öffnet es sich zum Golf von Bengalen. Das Staatsgebiet umfasst rund 147.000 Quadratkilometer und ist damit eines der kleinsten Länder der Region – gleichzeitig aber eines der am dichtesten besiedelten der Welt. Das Land liegt im riesigen Mündungsdelta von Ganges, Brahmaputra und Meghna, dem größten Flussdelta der Erde.

Karte von Bangla­desch

Beste Reisezeit für Bangla­desch

Die beste Reisezeit für Bangladesch liegt zwischen November und März. In diesen Monaten herrscht die Trockenzeit, die angenehme Temperaturen zwischen 15 und 28 Grad Celsius bringt. Der Dezember gilt als besonders beliebt. Ab April steigen die Temperaturen deutlich, bevor der Monsun einsetzt. Von Juni bis Oktober bringt der Südwestmonsun starke Regenfälle. Für Besuche der Sundarbans empfiehlt sich ebenfalls die Trockenzeit, da die Bootstouren dann angenehmer und sicherer sind.

Feste und Feiertage

  • Pohela Boishakh – Das bengalische Neujahrsfest Mitte April markiert den Beginn des bengalischen Kalenders, gefeiert mit Straßenumzügen und traditioneller Küche.
  • Eid ul-Fitr – Das Fest des Fastenbrechens am Ende des Ramadan ist der wichtigste muslimische Feiertag, das Land kommt nahezu zum Stillstand.
  • Eid ul-Adha – Das Opferfest findet rund 70 Tage nach Eid ul-Fitr statt, Tieropfer, Gebete und Gemeinschaftsmähler prägen die Feierlichkeiten.
  • Unabhängigkeitstag (26. März) – Der Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung von 1971 wird mit Gedenkfeiern und Paraden begangen.
  • Siegestag (16. Dezember) – Der Tag des Sieges über Pakistan 1971 ist ein zentrales nationales Datum.
  • Durga Puja – Das wichtigste hinduistische Fest des Landes wird vor allem in Städten mit großen Prozessionen gefeiert.
  • Buddha Purnima – Der Geburtstag Buddhas wird von der buddhistischen Gemeinschaft im Südosten mit Andachten und Lichterprozessionen begangen.

Reisetipps für Bangla­desch

  • Ein Visum ist für deutsche Staatsangehörige erforderlich und kann bei der Botschaft oder teilweise bei Ankunft am Flughafen Dhaka beantragt werden.
  • Die Hauptstadt Dhaka gehört zu den bevölkerungsreichsten und verkehrsreichsten Städten Asiens, genügend Zeitpuffer für Fahrten ist Notwendigkeit.
  • Trinkwasser aus der Leitung sollte nicht getrunken werden. Abgefülltes oder abgekochtes Wasser sind die sicherere Wahl.
  • Kleidung sollte konservativ gewählt werden, besonders beim Besuch von Moscheen, Tempeln und ländlichen Gebieten.
  • Rikschas sind in vielen Städten das praktischste Fortbewegungsmittel für kürzere Strecken, der Preis sollte vor der Fahrt ausgehandelt werden.
  • Bangladesch hat eine reiche Textiltradition. Märkte und Basare bieten handgewebte Stoffe, Muslin und traditionelle Kleidung.
  • Für Reisen in die Sundarbans ist eine organisierte Tour mit einem lokalen Anbieter empfehlenswert.
  • Die bengalische Küche ist vielfältiger als oft angenommen: Fischcurry, Dal und Biriyani gehören zu den Grundpfeilern.

Regionen

Dhaka – Pulsierendes Herz eines dichten Landes

Dhaka ist eine der am dichtesten besiedelten Städte der Welt. Der Geruch von Straßenküche, das Hupkonzert der Rikschas, die engen Gassen von Alt-Dhaka rund um den Sadarghat-Fähranleger – die Lalbagh-Festung und die Moscheen der Altstadt erzählen von einer Geschichte weit vor der Teilung des Subkontinents.

Besonders geeignet für: Städtereisende, Kulturreisende

Sundarbans – Mangrovendschungel am Ende der Welt

Der Sundarbans-Deltawaldgürtel im Südwesten ist das größte Mangrovengebiet der Erde und UNESCO-Weltnaturerbe. Hier leben Bengalische Tiger, Irrawaddy-Delfine und unzählige Vogelarten in einem Labyrinth aus Wasserarmen.

Ideal für: Naturreisende, Abenteuerreisende, Fotografen

Cox's Bazar – Langer Strand, lebendige Küste

Cox's Bazar gilt als einer der längsten Naturstrände der Welt und ist ein beliebtes Binnenziel. Etwas nördlich liegt Himchhari mit kleinen Wasserfällen, südlich das Fischerdorf Teknaf.

Empfehlenswert für: Kulturreisende, Fotografen

Sylhet – Teehügel im grünen Nordosten

Die Region Sylhet ist das Land der Teegärten. Die Ratargul-Sümpfe und die Jaflong-Felsen an der Grenze zu Meghalaya machen die Region zur landschaftlich vielfältigsten des Landes.

Vor allem interessant für: Naturreisende, Kulturreisende

Rajshahi und die Varendra-Region – Vergessene Hauptstadt aus Terrakotta

Paharpur, die Ruine des einst größten buddhistischen Klosters südlich des Himalaja, ist UNESCO-Welterbe. Die Terrakotta-Tempel von Puthia stehen wie aus der Zeit gefallen in der ländlichen Ebene.

Attraktiv für: Kulturreisende, Abenteuerreisende

Chittagong und die Chittagong Hill Tracts – Bergland im Südosten

Chittagong ist Bangladeschs wichtigste Hafenstadt. Dahinter liegen die Chittagong Hill Tracts, ein bewaldetes Bergland mit völlig anderer ethnischer Prägung, Heimat der Chakma, Marma und Tripura.

Besonders geeignet für: Abenteuerreisende, Naturreisende, Kulturreisende

Bangladesch ist im Wesentlichen ein Flachland, geprägt vom Delta des Ganges, Brahmaputra und Meghna. Dhaka liegt zentral, der Sundarbans im Südwesten, Cox's Bazar im Südosten am Golf von Bengalen, Sylhet im hügeligen Nordosten, Rajshahi im trockenen Nordwesten, und die Chittagong Hill Tracts bilden das einzige echte Berggebiet des Landes.

Wichtige Städte

Dhaka – Megacity am Buriganga

Dhaka ist die Hauptstadt und zugleich das wirtschaftliche wie kulturelle Zentrum des Landes, mit historischen Moscheen in Alt-Dhaka, dem Saddarghat-Fährterminal und der Lalbagh-Festung aus dem 17. Jahrhundert.

Empfehlenswert für: Kulturinteressierte, Markt- und Street-Food-Entdecker, Individual- und Backpacker

Chittagong – Hafenstadt im Süden

Chittagong ist die zweitgrößte Stadt und wichtigster Seehafen, mit ungewöhnlicher Topografie zwischen Hügeln und dem Golf von Bengalen, Ausgangspunkt für die Chittagong Hill Tracts.

Ideal für: Kulturinteressierte, Individual- und Backpacker, Roadtrip-Reisende

Bagerhat – Moscheen-Stadt im Südwesten

Bagerhat ist UNESCO-Weltkulturerbe und beherbergt die Überreste des mittelalterlichen Sultanats Khalifatabad, darunter die Shat Gombuj Moschee mit sechzig Kuppeln.

Besonders geeignet für: Geschichts- und Architekturfreunde, UNESCO-Welterbe-Besucher, Kulturinteressierte

Khulna – Tor zu den Sundarbans

Khulna ist die wichtigste Ausgangsstadt für Expeditionen in die Sundarbans, mit Flussmärkten und kolonialen Gebäuderesten.

Empfehlenswert für: Naturbeobachter, Trekking- und Outdoorfans, Individual- und Backpacker

Cox's Bazar – Langer Strand am Golf von Bengalen

Cox's Bazar gilt als einer der längsten natürlichen Sandstrände der Welt. Die nahe gelegene Insel Maheshkhali und das buddhistische Viertel Ramu bieten kulturelle Ergänzungen.

Ideal für: Strandurlauber, Kulinarisch Interessierte, Ruhesuchende

Rajshahi – Seidenstadt im Nordwesten

Rajshahi ist bekannt für Seidenproduktion und Mangoplantagen, mit dem Varendra Research Museum und dem nahe gelegenen Paharpur.

Besonders geeignet für: Geschichts- und Architekturfreunde, UNESCO-Welterbe-Besucher, Slow-Travel-Reisende

Sylhet – Teeregion im Nordosten

Sylhet ist das Zentrum der bangladeschischen Teekultur, mit dem Ratargul Swamp Forest und dem Wallfahrtsort Hazrat Shah Jalal Mazar.

Ideal für: Naturbeobachter, Nationalpark-Besucher, Kulturinteressierte

Paharpur – Archäologisches Zeugnis buddhistischer Geschichte

Das Somapura Mahavihara aus dem 8. Jahrhundert ist UNESCO-Weltkulturerbe und eine der größten buddhistischen Klosteranlagen Südasiens.

Empfehlenswert für: UNESCO-Welterbe-Besucher, Geschichts- und Architekturfreunde, Slow-Travel-Reisende

Rangamati – Bergsee und indigene Kultur

Rangamati liegt im Herzen der Chittagong Hill Tracts, der Kaptai-Stausee bietet Bootsfahrten, Heimat der Chakma und ihrer Webkunst.

Besonders geeignet für: Individual- und Backpacker, Naturbeobachter, Kulturinteressierte

Mainamati – Vergessene Klosterruinen im Zentrum

Mainamati bei Comilla beherbergt buddhistische Kloster- und Tempelruinen aus dem 7. bis 12. Jahrhundert mit bemerkenswerter Sammlung an Münzen und Skulpturen.

Ideal für: Geschichts- und Architekturfreunde, Individual- und Backpacker, Slow-Travel-Reisende

Als fünf besonders empfehlenswerte Orte stechen Dhaka, Bagerhat, Cox's Bazar, Khulna und Sylhet heraus, die zusammen einen repräsentativen Querschnitt durch Kultur, Natur und Küste des Landes bieten.

Sehenswürdigkeiten in Bangla­desch

Touristische Highlights

Dhaka – Historische Hauptstadt am Flussdelta

Dhaka gehört zu den bevölkerungsreichsten Städten Asiens und bietet ein dichtes Nebeneinander aus Mogularchitektur, kolonialen Zeugnissen und pulsierendem Stadtleben. Das Altstadtviertel Puran Dhaka bewahrt Moscheen, Havelis und enge Gassen aus dem 17. Jahrhundert, während Lalbagh Fort als prominentes Baudenkmal der Mogulzeit gilt.

Empfehlenswert für: Kulturinteressierte, Geschichts- und Architekturfreunde

Sundarbans – Größtes Mangrovenwaldgebiet der Welt

Die Sundarbans erstrecken sich über das südliche Bangladesch und bilden das größte zusammenhängende Mangrovenwaldgebiet der Erde. Das Gebiet ist UNESCO-Weltnaturerbe und Lebensraum des Bengalischen Tigers sowie zahlreicher weiterer Tierarten. Bootstouren durch die verschlungenen Flussarme sind die übliche Form, dieses Ökosystem zu erkunden.

Ideal für: Naturbeobachter, Trekking- und Outdoorfans

Bagerhat – Moscheestadt aus der Sultanatszeit

Bagerhat im Südwesten Bangladeschs ist UNESCO-Weltkulturerbe und beherbergt die Überreste einer mittelalterlichen Moscheestadt aus dem 15. Jahrhundert, mit der Sechzig-Kuppel-Moschee als bedeutendstem erhaltenen Beispiel bengalischer Sultanatsarchitektur.

Vor allem interessant für: UNESCO-Welterbe-Besucher, Geschichts- und Architekturfreunde

Paharpur – Buddhistisches Kloster des frühen Mittelalters

Die Ruinen von Paharpur im Nordwesten Bangladeschs markieren den Standort des ehemaligen Somapura Mahavihara, eines der bedeutendsten buddhistischen Klosterkomplexe Südasiens, mit einer zentralen Stupa und über hundert Mönchszellen.

Attraktiv für: UNESCO-Welterbe-Besucher, Kulturinteressierte

Cox's Bazar – Langer Sandstrand an der Bucht von Bengalen

Cox's Bazar gilt als einer der längsten natürlichen Sandstrände der Welt, im Südosten des Landes an der Bucht von Bengalen gelegen, mit Fischerbooten, traditionellen Märkten und der Himchari-Region.

Besonders geeignet für: Strandurlauber, Ruhesuchende

Sylhet und die Teeregion – Teeplantagen im grünen Hochland

Die Region Sylhet im Nordosten Bangladeschs ist das Zentrum des bangladeschischen Teeanbaus, mit Teefeldern rund um Srimangal und Feuchtgebieten wie dem Hakaluki Haor.

Empfehlenswert für: Naturbeobachter, Slow-Travel-Reisende

Rangamati und der Kaptai-See – Seenlandschaft im Chittagong Hill Tracts

Rangamati liegt im bergigen Südosten Bangladeschs. Der künstlich angelegte Kaptai-See prägt die Landschaft, Bootsfahrten bieten Einblicke in die Siedlungen indigener Gemeinschaften wie der Chakma.

Ideal für: Individual- und Backpacker, Kulturinteressierte

Mahasthangarh – Älteste bekannte Stadtanlage Bangladeschs

Mahasthangarh im Distrikt Bogura gilt als älteste archäologisch nachgewiesene städtische Siedlung Bangladeschs, mit Spuren maurischer, gupta- und sultanatszeitlicher Besiedlungsschichten seit dem 3. Jahrhundert vor Christus.

Vor allem interessant für: Geschichts- und Architekturfreunde, Museums- und Städtereisende

Ratargul Swamp Forest – Einziger Sumpfwald Bangladeschs

Ratargul liegt im Distrikt Sylhet und ist der einzige Süßwassersumpfwald Bangladeschs. Bootstouren durch den überfluteten Wald, vorbei an aus dem Wasser ragenden Baumwurzeln, sind die einzige Möglichkeit, das Gebiet zu erkunden.

Attraktiv für: Naturbeobachter, Trekking- und Outdoorfans

Srimangal – Tee, Waldgebiete und Vogelbeobachtung

Srimangal ist die kompakte Hauptstadt der Teeregion in Sylhet mit Zugang zu Teeplantagen und dem Lawachara-Nationalpark, Heimat von Hoolockgibbons, Leoparden und einer reichen Vogelwelt.

Besonders geeignet für: Nationalpark-Besucher, Wanderer

Dhakeshwari-Tempel – Nationaler Hindutempel in der Hauptstadt

Der Dhakeshwari-Tempel in der Altstadt Dhakas ist der bedeutendste Hindutempel Bangladeschs, der Göttin Dhakeshwari geweiht, mit mehreren Schreinen aus verschiedenen Bauepochen.

Empfehlenswert für: Kulturinteressierte, Geschichts- und Architekturfreunde

Die Highlights verteilen sich auf vier geografisch unterschiedliche Regionen: den dichten Süden mit Sundarbans und Bagerhat, Cox's Bazar an der Küste, die Chittagong Hill Tracts mit Rangamati sowie Norden und Nordosten mit Mahasthangarh, Paharpur, Srimangal und Ratargul. Dhaka liegt zentral und fungiert als logistischer Ausgangspunkt für nahezu alle Richtungen.

Nationalparks in Bangla­desch

Sundarbans Nationalpark

Der Sundarbans-Nationalpark liegt im Südwesten Bangladeschs, dort wo das Ganges-Brahmaputra-Delta auf den Golf von Bengalen trifft. Der Park ist vor allem als Lebensraum des Bengalischen Tigers bekannt, außerdem leben hier Salzwasserkrokodile, Ganges-Delfinarten und eine artenreiche Vogelwelt. Der Park ist UNESCO-Weltnaturerbe.

Lawachara Nationalpark

Lawachara liegt im nordöstlichen Bangladesch, nahe der Stadt Srimangal, und schützt einen der letzten Reste des tropischen Regenwaldes der Region. Besonders bekannt ist Lawachara als Lebensraum des Westlichen Hoolockgibbons, einer bedrohten Primatenart.

Bhawal Nationalpark

Bhawal liegt unmittelbar nördlich der Hauptstadt Dhaka und ist für Städtereisende besonders leicht erreichbar, mit Sal-Wäldern, kleinen Hügeln und saisonalen Gewässern als stadtnahes Erholungsgebiet.

Inseln

St. Martin's Island

St. Martin's Island ist die einzige echte Koralleninsel Bangladeschs, nahe der Küstenstadt Teknaf im äußersten Südosten. Klares Wasser, sandige Strände und Korallenriffe in den umgebenden Flachwasserzonen ziehen Schnorchler an.

Hatiya Island

Hatiya ist eine der größeren Flussinseln im Mündungsdelta des Meghna-Flusses, entstanden durch Sedimentablagerungen. Weite Flachwasserflächen, Fischerdörfer und eine ländliche Alltagskultur prägen das Bild.

Nijhum Dwip

Nijhum Dwip liegt im Mündungsbereich des Meghna-Deltas, südlich von Hatiya, und ist als Nationalpark ausgewiesen, bekannt für große Bestände an Gefleckten Hirschen und als Rastplatz für Zugvögel.

Aktivitäten & Erlebnisse in Bangla­desch

Bootsreise durch die Sundarbans

Der größte Mangrovenwald der Welt lässt sich am besten über das Wasser erkunden. Auf mehrtägigen Bootstouren gleitet man durch schmale Wasserstraßen, Bengalische Tiger bewohnen diesen Wald, auch wenn eine Sichtung Glücksache bleibt.

Besonders geeignet für: Naturbeobachter, Trekking- und Outdoorfans

Flussfahrt auf dem Rocket Steamer

Seit über hundert Jahren verbindet der sogenannte Rocket, ein altes Raddampferboot, Dhaka mit dem Süden des Landes. Die Nachtfahrt auf dem Padma oder Buriganga gehört zu den romantischsten Reisemöglichkeiten Südasiens.

Ideal für: Slow-Travel-Reisende, Individual- und Backpacker

Teegartenlandschaft in Srimangal

Rund um Srimangal breitet sich eine sanft hügelige Landschaft aus Teeplantagen aus. Besonders bekannt ist der Seven Layer Tea, ein lokales Kunstwerk aus übereinander geschichteten Tees.

Besonders geeignet für: Naturbeobachter, Kulinarisch Interessierte

Fischereikultur in Cox's Bazar und Umgebung

In den frühen Morgenstunden am Fischereihafen kehren Hunderte Holzboote mit dem Fang zurück, der Strand verwandelt sich in einen improvisierten Markt.

Attraktiv für: Markt- und Street-Food-Entdecker, Kulturinteressierte

Rikscha-Tour durch Alt-Dhaka

Eine Rikschafahrt durch die engen Gassen rund um Sadarghat führt an Gewürzhändlern, Goldschmieden, Moscheen und improvisierten Garküchen vorbei.

Ideal für: Städtereisende, Markt- und Street-Food-Entdecker

Flusslandschaft des Hakaluki-Haors

Die Haor-Region verwandelt sich in der Regenzeit in weite Binnenseen. Der Hakaluki-Haor gilt als wichtiges Feuchtgebiet und zieht im Winter Zigtausende Zugvögel an.

Besonders geeignet für: Naturbeobachter, Ruhesuchende

Street Food in Dhaka – von Biryani bis Hilsa

Hilsa, der Nationsfisch, wird gedünstet, gegrillt oder in Senfsauce serviert. Auf den Straßen Dhakas konkurrieren Biryani-Töpfe, frittierte Linsenbällchen und süße Mithai-Läden um Aufmerksamkeit.

Empfehlenswert für: Markt- und Street-Food-Entdecker, Individual- und Backpacker

Bootswandern im Chittagong Hill Tracts

Durch tiefe Täler fließt der Karnaphuli, entlang seiner Ufer leben verschiedene indigene Gemeinschaften mit eigenen Sprachen und Textiltraditionen.

Ideal für: Trekking- und Outdoorfans, Kulturinteressierte

Das Baul-Festival – Musik der wandernden Mystiker

Die Baul sind wandernde Musikermystiker Bengalens, deren Lieder von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt wurden. In Kushtia finden regelmäßig mehrtägige Mela-Feste statt.

Attraktiv für: Kulturinteressierte, Slow-Travel-Reisende

Zugfahrt durch die Teeregion – Dhaka nach Srimangal

Die Bahnstrecke von Dhaka nach Srimangal gehört zu den landschaftlich schönsten Zugfahrten Bangladeschs, vorbei an Flussufern, Reisfeldern und Teehügeln.

Empfehlenswert für: Slow-Travel-Reisende, Roadtrip-Reisende

Wer eine Reise durch Bangladesch plant, sollte die Bootsreise durch die Sundarbans, die Flussfahrt auf dem Rocket Steamer, die Street-Food-Tour in Dhaka, das Baul-Festival in Kushtia und die Teegartenlandschaft in Srimangal als inhaltliche Anker setzen.

Essen und Trinken auf Bangla­desch

Hilsa-Fisch mit Senfsoße – Das Herzstück der bengalischen Küche

Der Hilsa, auf Bengali „Ilish“ genannt, wird traditionell in einer intensiven Senfsoße gegart, oft mit grünen Chilis und Kurkuma verfeinert. In fast jedem Haushalt landet Ilish mindestens einmal pro Woche auf dem Tisch.

Dal – Die alltägliche Seele der Küche

Linsensuppe wird aus roten oder gelben Linsen zubereitet und mit einem Tadka aus Zwiebeln, Knoblauch und Kurkuma abgeschmeckt, fast immer zusammen mit gedämpftem Reis gegessen.

Biryani nach Dhaka-Art – Festessen mit Mughal-Erbe

Das Dhakaer Biryani wird mit einer kleinen Kartoffel serviert, das Fleisch ist zartes Rindfleisch oder Ziege, der Reis trägt eine goldene Farbe durch Safran.

Panta Bhat – Fermentierter Reis zum Neujahrsfest

Panta Bhat ist über Nacht in Wasser eingeweichter, leicht fermentierter Reis. Zum Neujahrsfest Pohela Boishakh wird er mit gebratenem Fisch und Zwiebeln rituell gegessen.

Fuchka – Knuspriger Straßensnack überall

Die hohlen, frittierten Teigbällchen werden mit gewürzten Kichererbsen und Tamarindenwasser gefüllt und direkt in die Hand gedrückt – ein soziales Ritual.

Shorshe Ilish Bhapa – Gedämpfter Fisch in Bananenblatt

Ilish-Filets werden in einer Paste aus grobem Senf, Kokos und Joghurt eingelegt, in Bananenblätter eingewickelt und gedämpft.

Shutki – Getrockneter Fisch mit starkem Charakter

Shutki ist getrockneter und fermentierter Fisch, der in den Küstenregionen um Cox's Bazar als Alltagswürzmittel in Dal oder Gemüse verwendet wird.

Khichuri – Comfort Food bei Regen und Ritus

Khichuri ist ein Einschmelzgericht aus Reis und Linsen mit Ingwer, Kurkuma und Ghee, traditionell bei Regen gegessen und fester Bestandteil religiöser Anlässe.

Mishti Doi – Süßer Joghurt aus Tontöpfen

Mishti Doi wird langsam in kleinen unglasierten Tontöpfen fermentiert, Karamelzucker verleiht ihm eine bräunliche Farbe und einen nussig-süßen Geschmack.

Roshogolla und Chomchom – Bengalische Süßwarenkunst

Roshogolla sind weiche Käsebällchen in Zuckersirup, Chomchom ist zylindrisch und fester, oft mit Mawa oder Kokosflocken bestreut.

Cha – Der allgegenwärtige Tee

Der sogenannte „Dudh Cha“, Milchtee, wird kräftig aufgebrüht und mit Zucker und Kondensmilch versetzt. In den Hügelregionen rund um Sylhet schmeckt der Tee mit frisch gepflückten Blättern nochmals anders.

Sharbat und Borhani – Festliche Getränke

Sharbat ist ein gekühltes Sirupgetränk aus Rosenwasser oder Tamarinde, Borhani ein würziger Joghurtdrink, der traditionell zur Hochzeitsfeier serviert wird.

Paratha und Tarka Dal – Das klassische Frühstück

Ein Frühstück besteht häufig aus mehrschichtig gefalteten Parathas und einem einfachen Dal mit scharfem Tadka, dazu manchmal hartgekochte Eier.

Die Küche Bangladeschs ist tief in der bengalischen Kochtradition verwurzelt und wurde durch Mughal-Einflüsse, Küstenfischerei und eine ausgeprägte Süßwarenkultur geprägt. Reis und Fisch bilden das Fundament nahezu jeder Mahlzeit.

Fragen / FAQ zu Bangla­desch

Als besonders geeignete Reisezeit gelten in der Regel die trockeneren und vergleichsweise kühleren Monate von November bis Februar. In dieser Phase sind die Temperaturen meist angenehmer, die Luftfeuchtigkeit moderater und viele Regionen gut bereisbar.

Die offizielle Landessprache ist Bangla, häufig auch Bengali genannt. In Städten, Geschäftsvierteln und im Tourismussektor ist Englisch weit verbreitet, insbesondere in Hotels und Reisebüros.

Für die Einreise ist in vielen Fällen ein Visum erforderlich, das vorab bei einer bangladeschischen Auslandsvertretung oder teilweise online beantragt werden kann. Die Einreise erfolgt überwiegend über den internationalen Flughafen in Dhaka.

Innerhalb des Landes stehen ein dichtes Netz an Überlandbussen, Zügen und Inlandsflügen zur Verfügung. Flussboote spielen vor allem in Gebieten mit vielen Wasserwegen eine wichtige Rolle und bieten zugleich landschaftliche Eindrücke.

Bangladesch zählt im regionalen Vergleich zu den eher preisgünstigen Reisezielen, besonders bei lokalen Transportmitteln, einfachen Unterkünften und landestypischer Küche. In größeren Städten liegen die Preise höher, bleiben aber oft unter dem Niveau vieler westlicher Metropolen.

Der Golf von Bengalen vor Bangladesch bietet ganzjährig warmes Badewasser: Die Wassertemperatur schwankt zwischen etwa 22°C in den kühleren Wintermonaten und rund 30°C im späten Frühjahr, am beliebtesten zum Baden ist Cox's Bazar in der Trockenzeit von November bis März.

Unterkünfte in Bangla­desch

Wir haben bisher noch keine Empfehlungen für Unterkünfte in diesem wunderschönen Land.

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