
Hauptstadt: Dhaka
Bangladesch gehört zu jenen Reisezielen, die noch immer unter dem Radar der großen Touristenströme liegen – und genau das macht die Reise dorthin so besonders. Wer einen Urlaub abseits ausgetretener Pfade plant, findet hier ein Land von erstaunlicher Vielfalt: weite Flussdeltas, uralte Tempelanlagen, brodelnde Großstädte und eine Herzlichkeit der Menschen, die man so schnell nicht vergisst.
Hauptstadt von Bangladesch ist Dhaka, eine der am dichtesten besiedelten Metropolen der Welt und das pulsierende Herz eines Landes, das auf engstem Raum erstaunlich viel zu bieten hat. Bangladesch liegt im Süden Asiens, eingebettet zwischen Indien im Westen, Norden und Osten sowie Myanmar im Südosten. Im Süden öffnet sich das Land zum Golf von Bengalen hin, wo das größte Flussdelta der Erde beginnt – das Ganges-Brahmaputra-Delta.
Mit rund 170 Millionen Einwohnern auf einer Fläche, die in etwa der Größe Griechenlands entspricht, gehört Bangladesch zu den am dichtesten besiedelten Ländern der Erde überhaupt. Die offizielle Landessprache ist Bengalisch, und eben diese Sprache war es, die das Land in die Unabhängigkeit führte: Der Befreiungskampf von 1971, bei dem sich Bangladesch von Pakistan löste, war nicht zuletzt ein Kampf um kulturelle und sprachliche Identität.
Die Währung ist der Bangladeschische Taka. Der Islam ist die Staatsreligion, wird jedoch in einem weitgehend säkularen Rechtssystem praktiziert. Das Klima ist tropisch, geprägt von einem ausgeprägten Monsun, der zwischen Juni und Oktober das Land verwandelt. Trotzdem strahlt das Land eine Lebendigkeit aus, die kaum irgendwo sonst so spürbar ist.
Bangladesch ist ein junges Land mit einer alten Seele. Das Territorium, das heute zwischen dem Himalaya-Vorland und dem Bengalischen Golf liegt, war über Jahrtausende hinweg eines der bevölkerungsreichsten und fruchtbarsten Gebiete Südasiens. Das Ganges-Brahmaputra-Delta lockte schon früh Zivilisationen an, die hier Reisfelder anlegten und blühende Kulturen aufbauten.
Im frühen Mittelalter entwickelte sich Bengalen zu einem bedeutenden Zentrum des Buddhismus und des Hinduismus. Die Pala-Dynastie, die zwischen dem 8. und 12. Jahrhundert herrschte, hinterließ Tempel, Klöster und eine reiche Gelehrtentradition. Mit dem Einzug des Islam im 13. Jahrhundert begann eine neue Ära. Die britische Kolonialzeit brachte tiefe Einschnitte: Die Teilung Britisch-Indiens im Jahr 1947 trennte Bengalen entlang religiöser Grenzen, Ostbengalen wurde als Ostpakistan Teil Pakistans.
Als die Ergebnisse der Parlamentswahl 1970 vom pakistanischen Militär ignoriert wurden, entfachte das einen Bürgerkrieg von erschreckender Brutalität. Der Befreiungskampf von 1971, in dem Millionen Menschen ihr Leben verloren, endete mit der Ausrufung der Unabhängigkeit. Am 16. Dezember 1971 wurde Bangladesch als souveräner Staat geboren.
Bangladesch ist eines der dichtbesiedelten Länder der Welt – und genau das prägt es wie kaum ein anderes Merkmal. Auf einer Fläche, die kleiner ist als Deutschland, leben mehr als 170 Millionen Menschen. Was auf dem Papier nach Überfüllung klingt, ist in der Realität eine pulsierende, lebendige Gesellschaft.
Das Land liegt im Herzen des bengalischen Deltas, wo der Ganges und der Brahmaputra zusammenfließen und ein riesiges Netz aus Flüssen, Kanälen und fruchtbarem Schwemmland formen. Die Monsunfluten gehören zum Rhythmus des Landes, und die Menschen haben gelernt, mit ihnen zu leben statt gegen sie zu kämpfen.
Die Bevölkerung ist zu über 90 Prozent muslimisch, aber der Islam wird hier auf eine Weise gelebt, die von Offenheit und jahrhundertealten hinduistischen sowie buddhistischen Einflüssen geprägt ist. Bangladesch ist das einzige Land der Welt, dessen Unabhängigkeitsbewegung ihren Ursprung im Kampf um eine Sprache hatte.
Bangladesch hat ein tropisches Monsunklima mit drei ausgeprägten Jahreszeiten. Die Trockenzeit von November bis Februar gilt als beste Reisezeit – die Temperaturen bleiben angenehm zwischen 15 und 25 Grad. Von März bis Mai wird es heiß und schwül, bevor der Monsun von Juni bis Oktober das Land mit heftigen Regenfällen überschwemmt. Der Golf von Bengalen prägt das Klima spürbar, die Wassertemperaturen liegen je nach Saison zwischen 22 und 30 Grad.
| Hauptstadt | Dhaka |
| Einwohnerzahl (mit Jahr der Erhebung) | 173 Mio. (2023) |
| Anrainerstaaten | Indien und Myanmar |
| Religionen | Islam 91% und Hinduismus 8% und Sonstige 1% |
| Sprachen | Bengalisch und verschiedene indigene Minderheitensprachen |
| Amtssprachen | Bengalisch |
| Währung | Bangladeschischer Taka (BDT) |
| Verkehr (Rechts- oder Linksverkehr) | Linksverkehr |
| Stromspannung und Steckertyp | 220 V / 50 Hz und Steckertyp C und D und G |
| Flugdauer von Deutschland (Direktflug, ca.) | ca. 9 bis 10 Stunden |
| Internationale Flughäfen | Hazrat Shahjalal International Airport Dhaka (DAC) und Shah Amanat International Airport Chittagong (CGP) und Osmani International Airport Sylhet (ZYL) |
| Landesvorwahl | +880 |
| Polizei (Notrufnummer) | 999 |
| Feuerwehr (Notrufnummer) | 999 |
| Krankenwagen / Notarzt (Notrufnummer) | 999 |
| Touristenpolizei (Notrufnummer, falls vorhanden) |
Bangladesch liegt in Südasien und ist von drei Seiten nahezu vollständig von Indien umschlossen. Im Südosten grenzt das Land an Myanmar, im Süden öffnet es sich zum Golf von Bengalen. Das Staatsgebiet umfasst rund 147.000 Quadratkilometer und ist damit eines der kleinsten Länder der Region – gleichzeitig aber eines der am dichtesten besiedelten der Welt. Das Land liegt im riesigen Mündungsdelta von Ganges, Brahmaputra und Meghna, dem größten Flussdelta der Erde.
Die beste Reisezeit für Bangladesch liegt zwischen November und März. In diesen Monaten herrscht die Trockenzeit, die angenehme Temperaturen zwischen 15 und 28 Grad Celsius bringt. Der Dezember gilt als besonders beliebt. Ab April steigen die Temperaturen deutlich, bevor der Monsun einsetzt. Von Juni bis Oktober bringt der Südwestmonsun starke Regenfälle. Für Besuche der Sundarbans empfiehlt sich ebenfalls die Trockenzeit, da die Bootstouren dann angenehmer und sicherer sind.
Dhaka ist eine der am dichtesten besiedelten Städte der Welt. Der Geruch von Straßenküche, das Hupkonzert der Rikschas, die engen Gassen von Alt-Dhaka rund um den Sadarghat-Fähranleger – die Lalbagh-Festung und die Moscheen der Altstadt erzählen von einer Geschichte weit vor der Teilung des Subkontinents.
Besonders geeignet für: Städtereisende, Kulturreisende
Der Sundarbans-Deltawaldgürtel im Südwesten ist das größte Mangrovengebiet der Erde und UNESCO-Weltnaturerbe. Hier leben Bengalische Tiger, Irrawaddy-Delfine und unzählige Vogelarten in einem Labyrinth aus Wasserarmen.
Ideal für: Naturreisende, Abenteuerreisende, Fotografen
Cox's Bazar gilt als einer der längsten Naturstrände der Welt und ist ein beliebtes Binnenziel. Etwas nördlich liegt Himchhari mit kleinen Wasserfällen, südlich das Fischerdorf Teknaf.
Empfehlenswert für: Kulturreisende, Fotografen
Die Region Sylhet ist das Land der Teegärten. Die Ratargul-Sümpfe und die Jaflong-Felsen an der Grenze zu Meghalaya machen die Region zur landschaftlich vielfältigsten des Landes.
Vor allem interessant für: Naturreisende, Kulturreisende
Paharpur, die Ruine des einst größten buddhistischen Klosters südlich des Himalaja, ist UNESCO-Welterbe. Die Terrakotta-Tempel von Puthia stehen wie aus der Zeit gefallen in der ländlichen Ebene.
Attraktiv für: Kulturreisende, Abenteuerreisende
Chittagong ist Bangladeschs wichtigste Hafenstadt. Dahinter liegen die Chittagong Hill Tracts, ein bewaldetes Bergland mit völlig anderer ethnischer Prägung, Heimat der Chakma, Marma und Tripura.
Besonders geeignet für: Abenteuerreisende, Naturreisende, Kulturreisende
Bangladesch ist im Wesentlichen ein Flachland, geprägt vom Delta des Ganges, Brahmaputra und Meghna. Dhaka liegt zentral, der Sundarbans im Südwesten, Cox's Bazar im Südosten am Golf von Bengalen, Sylhet im hügeligen Nordosten, Rajshahi im trockenen Nordwesten, und die Chittagong Hill Tracts bilden das einzige echte Berggebiet des Landes.
Dhaka ist die Hauptstadt und zugleich das wirtschaftliche wie kulturelle Zentrum des Landes, mit historischen Moscheen in Alt-Dhaka, dem Saddarghat-Fährterminal und der Lalbagh-Festung aus dem 17. Jahrhundert.
Empfehlenswert für: Kulturinteressierte, Markt- und Street-Food-Entdecker, Individual- und Backpacker
Chittagong ist die zweitgrößte Stadt und wichtigster Seehafen, mit ungewöhnlicher Topografie zwischen Hügeln und dem Golf von Bengalen, Ausgangspunkt für die Chittagong Hill Tracts.
Ideal für: Kulturinteressierte, Individual- und Backpacker, Roadtrip-Reisende
Bagerhat ist UNESCO-Weltkulturerbe und beherbergt die Überreste des mittelalterlichen Sultanats Khalifatabad, darunter die Shat Gombuj Moschee mit sechzig Kuppeln.
Besonders geeignet für: Geschichts- und Architekturfreunde, UNESCO-Welterbe-Besucher, Kulturinteressierte
Khulna ist die wichtigste Ausgangsstadt für Expeditionen in die Sundarbans, mit Flussmärkten und kolonialen Gebäuderesten.
Empfehlenswert für: Naturbeobachter, Trekking- und Outdoorfans, Individual- und Backpacker
Cox's Bazar gilt als einer der längsten natürlichen Sandstrände der Welt. Die nahe gelegene Insel Maheshkhali und das buddhistische Viertel Ramu bieten kulturelle Ergänzungen.
Ideal für: Strandurlauber, Kulinarisch Interessierte, Ruhesuchende
Rajshahi ist bekannt für Seidenproduktion und Mangoplantagen, mit dem Varendra Research Museum und dem nahe gelegenen Paharpur.
Besonders geeignet für: Geschichts- und Architekturfreunde, UNESCO-Welterbe-Besucher, Slow-Travel-Reisende
Sylhet ist das Zentrum der bangladeschischen Teekultur, mit dem Ratargul Swamp Forest und dem Wallfahrtsort Hazrat Shah Jalal Mazar.
Ideal für: Naturbeobachter, Nationalpark-Besucher, Kulturinteressierte
Das Somapura Mahavihara aus dem 8. Jahrhundert ist UNESCO-Weltkulturerbe und eine der größten buddhistischen Klosteranlagen Südasiens.
Empfehlenswert für: UNESCO-Welterbe-Besucher, Geschichts- und Architekturfreunde, Slow-Travel-Reisende
Rangamati liegt im Herzen der Chittagong Hill Tracts, der Kaptai-Stausee bietet Bootsfahrten, Heimat der Chakma und ihrer Webkunst.
Besonders geeignet für: Individual- und Backpacker, Naturbeobachter, Kulturinteressierte
Mainamati bei Comilla beherbergt buddhistische Kloster- und Tempelruinen aus dem 7. bis 12. Jahrhundert mit bemerkenswerter Sammlung an Münzen und Skulpturen.
Ideal für: Geschichts- und Architekturfreunde, Individual- und Backpacker, Slow-Travel-Reisende
Als fünf besonders empfehlenswerte Orte stechen Dhaka, Bagerhat, Cox's Bazar, Khulna und Sylhet heraus, die zusammen einen repräsentativen Querschnitt durch Kultur, Natur und Küste des Landes bieten.
Dhaka gehört zu den bevölkerungsreichsten Städten Asiens und bietet ein dichtes Nebeneinander aus Mogularchitektur, kolonialen Zeugnissen und pulsierendem Stadtleben. Das Altstadtviertel Puran Dhaka bewahrt Moscheen, Havelis und enge Gassen aus dem 17. Jahrhundert, während Lalbagh Fort als prominentes Baudenkmal der Mogulzeit gilt.
Empfehlenswert für: Kulturinteressierte, Geschichts- und Architekturfreunde
Die Sundarbans erstrecken sich über das südliche Bangladesch und bilden das größte zusammenhängende Mangrovenwaldgebiet der Erde. Das Gebiet ist UNESCO-Weltnaturerbe und Lebensraum des Bengalischen Tigers sowie zahlreicher weiterer Tierarten. Bootstouren durch die verschlungenen Flussarme sind die übliche Form, dieses Ökosystem zu erkunden.
Ideal für: Naturbeobachter, Trekking- und Outdoorfans
Bagerhat im Südwesten Bangladeschs ist UNESCO-Weltkulturerbe und beherbergt die Überreste einer mittelalterlichen Moscheestadt aus dem 15. Jahrhundert, mit der Sechzig-Kuppel-Moschee als bedeutendstem erhaltenen Beispiel bengalischer Sultanatsarchitektur.
Vor allem interessant für: UNESCO-Welterbe-Besucher, Geschichts- und Architekturfreunde
Die Ruinen von Paharpur im Nordwesten Bangladeschs markieren den Standort des ehemaligen Somapura Mahavihara, eines der bedeutendsten buddhistischen Klosterkomplexe Südasiens, mit einer zentralen Stupa und über hundert Mönchszellen.
Attraktiv für: UNESCO-Welterbe-Besucher, Kulturinteressierte
Cox's Bazar gilt als einer der längsten natürlichen Sandstrände der Welt, im Südosten des Landes an der Bucht von Bengalen gelegen, mit Fischerbooten, traditionellen Märkten und der Himchari-Region.
Besonders geeignet für: Strandurlauber, Ruhesuchende
Die Region Sylhet im Nordosten Bangladeschs ist das Zentrum des bangladeschischen Teeanbaus, mit Teefeldern rund um Srimangal und Feuchtgebieten wie dem Hakaluki Haor.
Empfehlenswert für: Naturbeobachter, Slow-Travel-Reisende
Rangamati liegt im bergigen Südosten Bangladeschs. Der künstlich angelegte Kaptai-See prägt die Landschaft, Bootsfahrten bieten Einblicke in die Siedlungen indigener Gemeinschaften wie der Chakma.
Ideal für: Individual- und Backpacker, Kulturinteressierte
Mahasthangarh im Distrikt Bogura gilt als älteste archäologisch nachgewiesene städtische Siedlung Bangladeschs, mit Spuren maurischer, gupta- und sultanatszeitlicher Besiedlungsschichten seit dem 3. Jahrhundert vor Christus.
Vor allem interessant für: Geschichts- und Architekturfreunde, Museums- und Städtereisende
Ratargul liegt im Distrikt Sylhet und ist der einzige Süßwassersumpfwald Bangladeschs. Bootstouren durch den überfluteten Wald, vorbei an aus dem Wasser ragenden Baumwurzeln, sind die einzige Möglichkeit, das Gebiet zu erkunden.
Attraktiv für: Naturbeobachter, Trekking- und Outdoorfans
Srimangal ist die kompakte Hauptstadt der Teeregion in Sylhet mit Zugang zu Teeplantagen und dem Lawachara-Nationalpark, Heimat von Hoolockgibbons, Leoparden und einer reichen Vogelwelt.
Besonders geeignet für: Nationalpark-Besucher, Wanderer
Der Dhakeshwari-Tempel in der Altstadt Dhakas ist der bedeutendste Hindutempel Bangladeschs, der Göttin Dhakeshwari geweiht, mit mehreren Schreinen aus verschiedenen Bauepochen.
Empfehlenswert für: Kulturinteressierte, Geschichts- und Architekturfreunde
Die Highlights verteilen sich auf vier geografisch unterschiedliche Regionen: den dichten Süden mit Sundarbans und Bagerhat, Cox's Bazar an der Küste, die Chittagong Hill Tracts mit Rangamati sowie Norden und Nordosten mit Mahasthangarh, Paharpur, Srimangal und Ratargul. Dhaka liegt zentral und fungiert als logistischer Ausgangspunkt für nahezu alle Richtungen.
Der Sundarbans-Nationalpark liegt im Südwesten Bangladeschs, dort wo das Ganges-Brahmaputra-Delta auf den Golf von Bengalen trifft. Der Park ist vor allem als Lebensraum des Bengalischen Tigers bekannt, außerdem leben hier Salzwasserkrokodile, Ganges-Delfinarten und eine artenreiche Vogelwelt. Der Park ist UNESCO-Weltnaturerbe.
Lawachara liegt im nordöstlichen Bangladesch, nahe der Stadt Srimangal, und schützt einen der letzten Reste des tropischen Regenwaldes der Region. Besonders bekannt ist Lawachara als Lebensraum des Westlichen Hoolockgibbons, einer bedrohten Primatenart.
Bhawal liegt unmittelbar nördlich der Hauptstadt Dhaka und ist für Städtereisende besonders leicht erreichbar, mit Sal-Wäldern, kleinen Hügeln und saisonalen Gewässern als stadtnahes Erholungsgebiet.
St. Martin's Island ist die einzige echte Koralleninsel Bangladeschs, nahe der Küstenstadt Teknaf im äußersten Südosten. Klares Wasser, sandige Strände und Korallenriffe in den umgebenden Flachwasserzonen ziehen Schnorchler an.
Hatiya ist eine der größeren Flussinseln im Mündungsdelta des Meghna-Flusses, entstanden durch Sedimentablagerungen. Weite Flachwasserflächen, Fischerdörfer und eine ländliche Alltagskultur prägen das Bild.
Nijhum Dwip liegt im Mündungsbereich des Meghna-Deltas, südlich von Hatiya, und ist als Nationalpark ausgewiesen, bekannt für große Bestände an Gefleckten Hirschen und als Rastplatz für Zugvögel.
Der größte Mangrovenwald der Welt lässt sich am besten über das Wasser erkunden. Auf mehrtägigen Bootstouren gleitet man durch schmale Wasserstraßen, Bengalische Tiger bewohnen diesen Wald, auch wenn eine Sichtung Glücksache bleibt.
Besonders geeignet für: Naturbeobachter, Trekking- und Outdoorfans
Seit über hundert Jahren verbindet der sogenannte Rocket, ein altes Raddampferboot, Dhaka mit dem Süden des Landes. Die Nachtfahrt auf dem Padma oder Buriganga gehört zu den romantischsten Reisemöglichkeiten Südasiens.
Ideal für: Slow-Travel-Reisende, Individual- und Backpacker
Rund um Srimangal breitet sich eine sanft hügelige Landschaft aus Teeplantagen aus. Besonders bekannt ist der Seven Layer Tea, ein lokales Kunstwerk aus übereinander geschichteten Tees.
Besonders geeignet für: Naturbeobachter, Kulinarisch Interessierte
In den frühen Morgenstunden am Fischereihafen kehren Hunderte Holzboote mit dem Fang zurück, der Strand verwandelt sich in einen improvisierten Markt.
Attraktiv für: Markt- und Street-Food-Entdecker, Kulturinteressierte
Eine Rikschafahrt durch die engen Gassen rund um Sadarghat führt an Gewürzhändlern, Goldschmieden, Moscheen und improvisierten Garküchen vorbei.
Ideal für: Städtereisende, Markt- und Street-Food-Entdecker
Die Haor-Region verwandelt sich in der Regenzeit in weite Binnenseen. Der Hakaluki-Haor gilt als wichtiges Feuchtgebiet und zieht im Winter Zigtausende Zugvögel an.
Besonders geeignet für: Naturbeobachter, Ruhesuchende
Hilsa, der Nationsfisch, wird gedünstet, gegrillt oder in Senfsauce serviert. Auf den Straßen Dhakas konkurrieren Biryani-Töpfe, frittierte Linsenbällchen und süße Mithai-Läden um Aufmerksamkeit.
Empfehlenswert für: Markt- und Street-Food-Entdecker, Individual- und Backpacker
Durch tiefe Täler fließt der Karnaphuli, entlang seiner Ufer leben verschiedene indigene Gemeinschaften mit eigenen Sprachen und Textiltraditionen.
Ideal für: Trekking- und Outdoorfans, Kulturinteressierte
Die Baul sind wandernde Musikermystiker Bengalens, deren Lieder von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt wurden. In Kushtia finden regelmäßig mehrtägige Mela-Feste statt.
Attraktiv für: Kulturinteressierte, Slow-Travel-Reisende
Die Bahnstrecke von Dhaka nach Srimangal gehört zu den landschaftlich schönsten Zugfahrten Bangladeschs, vorbei an Flussufern, Reisfeldern und Teehügeln.
Empfehlenswert für: Slow-Travel-Reisende, Roadtrip-Reisende
Wer eine Reise durch Bangladesch plant, sollte die Bootsreise durch die Sundarbans, die Flussfahrt auf dem Rocket Steamer, die Street-Food-Tour in Dhaka, das Baul-Festival in Kushtia und die Teegartenlandschaft in Srimangal als inhaltliche Anker setzen.
Der Hilsa, auf Bengali „Ilish“ genannt, wird traditionell in einer intensiven Senfsoße gegart, oft mit grünen Chilis und Kurkuma verfeinert. In fast jedem Haushalt landet Ilish mindestens einmal pro Woche auf dem Tisch.
Linsensuppe wird aus roten oder gelben Linsen zubereitet und mit einem Tadka aus Zwiebeln, Knoblauch und Kurkuma abgeschmeckt, fast immer zusammen mit gedämpftem Reis gegessen.
Das Dhakaer Biryani wird mit einer kleinen Kartoffel serviert, das Fleisch ist zartes Rindfleisch oder Ziege, der Reis trägt eine goldene Farbe durch Safran.
Panta Bhat ist über Nacht in Wasser eingeweichter, leicht fermentierter Reis. Zum Neujahrsfest Pohela Boishakh wird er mit gebratenem Fisch und Zwiebeln rituell gegessen.
Die hohlen, frittierten Teigbällchen werden mit gewürzten Kichererbsen und Tamarindenwasser gefüllt und direkt in die Hand gedrückt – ein soziales Ritual.
Ilish-Filets werden in einer Paste aus grobem Senf, Kokos und Joghurt eingelegt, in Bananenblätter eingewickelt und gedämpft.
Shutki ist getrockneter und fermentierter Fisch, der in den Küstenregionen um Cox's Bazar als Alltagswürzmittel in Dal oder Gemüse verwendet wird.
Khichuri ist ein Einschmelzgericht aus Reis und Linsen mit Ingwer, Kurkuma und Ghee, traditionell bei Regen gegessen und fester Bestandteil religiöser Anlässe.
Mishti Doi wird langsam in kleinen unglasierten Tontöpfen fermentiert, Karamelzucker verleiht ihm eine bräunliche Farbe und einen nussig-süßen Geschmack.
Roshogolla sind weiche Käsebällchen in Zuckersirup, Chomchom ist zylindrisch und fester, oft mit Mawa oder Kokosflocken bestreut.
Der sogenannte „Dudh Cha“, Milchtee, wird kräftig aufgebrüht und mit Zucker und Kondensmilch versetzt. In den Hügelregionen rund um Sylhet schmeckt der Tee mit frisch gepflückten Blättern nochmals anders.
Sharbat ist ein gekühltes Sirupgetränk aus Rosenwasser oder Tamarinde, Borhani ein würziger Joghurtdrink, der traditionell zur Hochzeitsfeier serviert wird.
Ein Frühstück besteht häufig aus mehrschichtig gefalteten Parathas und einem einfachen Dal mit scharfem Tadka, dazu manchmal hartgekochte Eier.
Die Küche Bangladeschs ist tief in der bengalischen Kochtradition verwurzelt und wurde durch Mughal-Einflüsse, Küstenfischerei und eine ausgeprägte Süßwarenkultur geprägt. Reis und Fisch bilden das Fundament nahezu jeder Mahlzeit.
Als besonders geeignete Reisezeit gelten in der Regel die trockeneren und vergleichsweise kühleren Monate von November bis Februar. In dieser Phase sind die Temperaturen meist angenehmer, die Luftfeuchtigkeit moderater und viele Regionen gut bereisbar.
Die offizielle Landessprache ist Bangla, häufig auch Bengali genannt. In Städten, Geschäftsvierteln und im Tourismussektor ist Englisch weit verbreitet, insbesondere in Hotels und Reisebüros.
Für die Einreise ist in vielen Fällen ein Visum erforderlich, das vorab bei einer bangladeschischen Auslandsvertretung oder teilweise online beantragt werden kann. Die Einreise erfolgt überwiegend über den internationalen Flughafen in Dhaka.
Innerhalb des Landes stehen ein dichtes Netz an Überlandbussen, Zügen und Inlandsflügen zur Verfügung. Flussboote spielen vor allem in Gebieten mit vielen Wasserwegen eine wichtige Rolle und bieten zugleich landschaftliche Eindrücke.
Bangladesch zählt im regionalen Vergleich zu den eher preisgünstigen Reisezielen, besonders bei lokalen Transportmitteln, einfachen Unterkünften und landestypischer Küche. In größeren Städten liegen die Preise höher, bleiben aber oft unter dem Niveau vieler westlicher Metropolen.
Der Golf von Bengalen vor Bangladesch bietet ganzjährig warmes Badewasser: Die Wassertemperatur schwankt zwischen etwa 22°C in den kühleren Wintermonaten und rund 30°C im späten Frühjahr, am beliebtesten zum Baden ist Cox's Bazar in der Trockenzeit von November bis März.
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